körperveränderung

achja, durch ein baby ändert sich so ziemlich alles. ich rede nicht nur vom alltag, der mit einem mal auf den kopf gestellt wird sondern auch vom eigenem körper.

ich hatte zwar nur einen kleinen bauch, der inzwischen schon komplett weg ist aber die haut mag sich nicht so recht zurückbilden. seit emma-linas geburt hab ich etwa 15kilo abgenommen. wiege jetzt etwas weniger als vor der schwangerschaft, keine ahnung warum das so scnell ging… tja und jetzt hab ich zuviel haut da zu hängen und alles schwabbelt.

dann hab ich wahnsinnige pickel,fettige haare und dieverse andere dingr bekommen, die auch nicht mehr weg wollen… meine brust ist auch fast explodiert, wird jetzt aber kleiner und hängt… von anfänglichen wochbettdepressionen mal abgesehen….

Ich find das ungerecht…. ich stand gerad vor dem spiegel und hätt nur heulen können. ich bin gerad die unatraktivität in person…

dann seh ich mir emma-lina an und weiß dass es sich wenigstens gelohnt hat, so auszusehen. sie grinst mich dann an und meine kleine welt ist wieder in ordnung.

schrecklich und deprimierend ist es trotzdem….

erkenntnisse

  1. Guter Rat ist wirklich teuer
  2. schlaf wird eindeutig überbewehrtet
  3. nen kindergrinsen am morgen ist schöner als alles andere
  4. es ist nicht alles gold was glänzt
  5. manchmal sollte man einfach wissen wann schluss ist
  6. man wächst an seinen aufgaben
  7. erwachsen werden ist schwierig
  8. geld ist nicht das wichtigste
  9. hin und wieder auf eigene ansprüche zu verzichten kann so schön sein aber auch anstrengend
  10. es läuft sowieso immer alles anders als gedacht oder gewünscht
  11. höre nicht auf die meinung anderer
  12. das leben ist kein pomyhof
  13. gute freunde sind unbezahlbar
  14. höre auf deine innere stimme

der letzte Tag

Heute ist Sonntag und ich bin seit 7Uhr wach. Von schlafen ist momentan keine Spur mehr. Ich starte heute in den letzten Tag als “Nicht-Mama”

Es kommt mir vor wie gestern, dass ich völlig fassungslos auf dem klo gesessen hab und den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hatte. Ich bin wahnsinnig aufgeregt wenn ich an morgen denke. Die Angst vor der Rückenmarksnarkose und dem Kaiserschnitt wird langsam durch erleichterung ersetzt. Immerhin ist Emma-Lina dann da und Ärzte können sich um sie kümmern. Die Frage ob es ihr trotz der Unterversorgung in meinem Bauch noch gut geht, liegt dann nicht mehr allein auf meinen Schultern. Außerdem haben das schon ganz viele geschafft. Mein Vater meinte vor kurzem, dass ich schon ganz anderes hinbekommen habe. Tja, wo er recht hat, hat er recht.

Gestern hab ich auf der Homepage des Krankenhauses zwei Fotos von Babys gesehen, die in etwa das Gewicht haben, was bei Emma auch erwartet wird. Warscheinlich mussten die zwei auch für ein Weilchen in den Brutkasten, aber trotzdem sahen sie eigentlich ganz fit aus. Nicht so zerbrechlich, wie ich es erwartet hatte.

Nachher werd ich noch nen par mehr Klamotten in meine Kliniktasche packen. werde ja länger bleiben als ursprünglich gedacht. Schließlich soll Emma schon von Anfang an merken, dass sie willkommen ist. denn das ist sie schließlich auch, von allen Sie wird sowieso das schönste und tollste und beste Kind aller Zeiten. Andere können da sicher nicht mithalten. Davon bin ich ja sowas von überzeugt

Unruhe Teil 2

Heute war ein relativ ereignisloser Tag. Nachdem mir Anderé gestern jede Menge Tierzeugs in meine wohnug geschleppt hat und meine Mülltüte weggebracht hat, konnte ich mich heute mal wieder meiner Wohnung widmen. Den Riesigen Käfig meiner vier Kuschelkugeln sauber gemacht, staubgewischt, klo und Küche geputzt… aufregend ich weiß. Emma-Lina hat mir das ganze wieder mit Senkwehen gedankt… Hab dann eben noch schnell mein Klinikköfferchen gepackt. Muss ja morgen wieder zur Untersuchung ins Krankenhaus, falls was ist müsste ich gleich dableiben.

Joar sonst ist meine Gefühlswelt immer noch sehr durchwachsen. Ich freu mich wahnsinnig auf meine Tochter. Bin gespannt ob sie schon Haare hat Und Babys duften immer so toll.

Auf der anderen Seite hab ich immer noch Angst vor ihrer Geburt. Vermutlich muss sie auf ne Säuglingsintensivstation. werd sie nach dem Kaiserschnitt erstmal nicht sehen können. Und wenn ich sie dann sehe, liegt sie eventuell an tausend kabeln und Schläuchen. Ich habe wirklich Angst vor diesem Anblick.

Nebenbei grauts mir vor dem Kaiserschnitt direkt… der Gedanke an die Rückenmarksnarkose und das Gefühl bei völligem Bewusstsein aufgeschnitten zu werden ist warscheinlich auch net so toll… wie es mir danach geht weiß ich auch net so genau…

Fühl mich mit diesen Gedanken irgendwie überfordert und allein. Die Leute mit denen ich darüber reden würde sind zur Zeit nicht wirklich erreichbar. Jenny ist weit, weit weg und studiert, meine andere beste Freundin ist zur Zeit schwer krank und muss selbst für längere Zeit in eine Klinik. Ob sie danach wieder einigermasen fit ist, ist unklar. Momentan siehts bei ihr wirklich nicht gut aus… Und Robert ist mitten im Umzug. Und damit dann logischerweise auch ganz gut beschäftigt. Sein Kopf ist da auch nicht wirklich frei für mein gejammer.

Naja morgen werd ich dann zumindestens wissen wie es Emma geht und wann sie geholt werden muss.

Drückt uns die Daumen

Unruhe

Gähn…ich bin so müde. Momentan kann ich mal wieder überhaupt nicht schlafen… Und das liegt jetzt ausnahmsweise nicht nur an meinen Rückenschmerzen. Ich bin die ganze Zeit total hippelig. ständig mache ich mir Gedanken ob es Emma-Lina in meinem Bauch noch gut geht. Oder ich denke an den Kaiserschnitt. Wird alles gut? Muss sie in den Brutkasten? Wird sie wirklich so leicht sein, wie alle befürchten? Wird sie alleine atmen und trinken können? Werd ich sie den ersten Tag wegen meines Kaiserschnittes überhaupt sehen können?

Entweder putz ich wie bescheuert meine Wohnung oder kümmere mich um belanglosen Kram um mich abzulenken. Morgen muss ich zum CTG. Hoffe dass ihre Herztöne wieder so gut sind wie letztes Mal. Am Freitag gehts dann zum letzten Ultraschall um ihre Größe nochmal zu schätzen und danach zu entscheiden wie schlecht sie jetzt wirklich versorgt ist…danach richtet sich der Kaiserschnitttermin. Manchmal hab ich einfach nur Angst, dass es ihr schlagsrtig schlechter geht und ich bemerks nicht…

Die ganzen letzten monate und besonders die letzten Wochen waren nicht entspannt. Immer gab es irgendwelche Probleme. Seien es finanzielle, körperliche oder private. Irgendwie hab ich mir das früher immer anders vorgestellt…

Kaiserschnitt Ja oder Nein

Jetzt mal an Alle meine Skeptiker–> Ja inzwischen steht es so gut wie fest das Emma-Lina mit Hilfe eines Kaiserscnittes zur WElt kommen wird.

Um Eure erste Frage vorweg zunehmen….Nein das mache ich nicht aus Angst vor den Schmerzen.

Ich bin es nur mittlerweile Leid mich ständig dafür rechtfertigen zu müssen. Auch nen Kaiserschnitt ist nicht besonders angenehm. Du wirst aufgeschnitten, undzwar bei Bewusstsein, Hinterher hast du tagelang Schmerzen, nen Schlauch im Bauch, läufst wie ne Oma… also erzählt mir net, dass nen kaiserschnitt ne leichte Geburt ist…

Am Anfang hörte ich nur soetwas wie… “das ist doch nicht gut fürs Kind” ,”das ist verantwortungslos”, “ich versteh ja die Gründe, aber hast du auch ans Kind gedacht”.

Jetzt sind es Sätze wie “Das kannst du doch nicht machen”, “du weißt doch dann gar net was dir entgeht”, “du hast ja nur Angst”,  “Du bekommst das wohl nicht ohne hin”, “andere Frauen können das doch auch”, “das ist doch das natürlichste der Welt”….

Natürlich weiß ich, dass nen Kaiserschnitt jetzt nicht unbedingt das Beste fürs Kind ist. Und natürlich weiß ich auch, dass viele Frauen ihr Kind “normal” zur Welt bringen. Und ja, ich fühle mich eh schon als komplettVersager, weil ich die Geburt ohne Fremdeinwirkung nicht alleine schaffen werde. ABER–> Es gibt Gründe, die diesen Weg für mich unausweichlich erscheinen lassen. Bitte akzeptiert das einfach. Tut wenigstens so. Mein schlechtes Gewissen ist eh schon groß genug. Ein Kaiserschnitt ist sicher nicht das angenehmste, weder für mich, noch fürs Kind. Aber eine “normale” Geburt könnte in meinem Fall fürs Kind und mich ziemlich gefährlich werden. Kann muss aber nicht. Das “kann” reicht mir aber…

An Alle, besonders an die, die es gern gesehen hätten, dass ich mich doch noch umentscheide. Tut mir Leid, wenn ich eurer Meinung nach zu schwach bin und vor der normalen Geburt kneife. Es tut mir Leid Euch damit entäuschen zu müssen.

Aber ich glaube, dass ich weiß, was das beste für mich und Emma ist. Man sollte nicht vergessen, dass es bei einer Geburt zwar hauptsächlich um die Gesundheit des Kindes geht, aber eben auch um die der Mutter. .  Ich hab nur leider das gEfühl, dass das momentan viele vergessen zu haben scheinen… Ich fühle mich momentan damit allein gelassen. Immer wenn ich über meine Angst vor der bevorstehenden Geburt reden will, lasse ich es meist. Weil sowieso fast jeder denk und sagt, dass ich nur kneifen will.

“Ich soll doch ans Kind denken”

to do list

  1. Hebräisch lernen
  2. unihausaufgaben machen
  3. WBS beantragen
  4. Geld für Schwangerschaftsbekleidung beantragen
  5. Geld für Babysachen beantragen
  6. bezahlbare Wohnung finden — die davon überzeugen dassmein Einkommen reicht
  7. Bafög Amt anrufen und an meinen Antrag erinnern
  8. meinen eigenen Unterhaltsanspruch berechnen lassen
  9. Geld sparen
  10. kaputte Klamotten nähen—> kein Geld für neue
  11. mich um ne Tagesmutter oder Krippenplatz kümmern (die wollen ne Anmeldung mindestens nen Jahr früher….also jetzt)
  12. langsam auf Infoabende von Krankenhäusern gehen
  13. bald anfangen mir ne Hebamme zu suchen
  14. mit meinem Nachmieter über die Kaution reden
  15. Zur Mutter-Kind Stiftung rennen
  16. zu guter letzt—> daran denken dass ALLES GUT WIRD

die Decke, die einem manchmal auf den Kopf fällt

Sodele heute ist Donnerstag, ein spannender Tag liegt hinter mir. Jede Menge tee getrunken, meinen Magen gehasst, “auf Wolken gelaufen”, geschlafen, öfter mal das Klo besucht…, duschen abgebrochen, weil ich nen bissel zu viele Sterne gesehen hab, Heißhunger auf Fruchtzwerge bekommen–und keine im Haus…

Gott ist mir langweilig. Es ist so ätzend. Hoffe das die Phase von ständiger Übelkeit und Kreislaufproblemen bald vorbei ist. Ich kann momentan einfach nix machen. Während sich meine Freunde mit ihren leuten und ihren großen Lieben treffen, hocke ich zu Hause und trinke Tee…Toll

Morgen werd ich zu meinen Eltern fahren. Ich hab dieses Wochenende nix was mich in Berlin hält. Das Wochenende an der Ostsee wird zwar auch nicht unbedingt spannender, aber schlimmer als hier gehts net mehr. Immerhin habe ich dann memschliche Wesen um mich herrum und kann nen paar Dinge für die Uni klären.

Ob und wie mein Magen und mein Kreislauf die drei Stunden ZUgfahrt mitmachen, ist mir noch nicht so wirklich klar. Aber des ist mir jetzt auch egal, ich will hier einfach nur noch weg.

Momente…

Es gibt Momente im Leben die Jeder kennt, mit denen Menschen unterschiedlich umgehen, unterschiedlich dabei fühlen— aber selten für gut befinden. Es können Momente sein, in denen man alles bisher Geschehendes in Frage stellt, an sich selbst zweifelt, gesagte Worte mit ganz anderen Augen sieht als früher oder an seine Umwelt hohe Ansprüche stellt.

Ich kämpfe gerade mit mir und der Welt. In etwa 32Wochen bin ich nicht mehr nur für mich selbst verantwortlich, sondern auch für das kleine Krümmelchen in meinem Bauch. Jeden Tag wird mir das bewusster. Ich weiß noch immer nicht, wie das finanziell dann weitergehen soll. Ich weiß nicht ob ich der verabtwortung gewachsen bin und ich weiß noch vieol weniger wie mein Leben in Zukunft aussehen wird.

Momentan kämpfe ich “nur” mit den Anzeichen einer frühen Schwangerschaft. Mir ist ständig schlecht, mein Kreislauf macht immer öfter schlapp, meine Stimmung schwankt zwischen “ich hasse Euch alle” und “Oh Gott…”, bin ständig müde, könnte immerzu heulen (ohne Grund….teilweise schon wenn mein ich feststelle, dass der Mozerella den ich unbedingt essen wollte nicht mehr gut ist), hab kopfweh, sodbrennen …. —> schon damit bin ich so unglaublich überfordert….

Ach und noch was…..

Das Gefühl “in der Luft zu hängen” hat mich wieder.

 

Jahrestage, auf die man gut verzichten könnte

Heute ist ein merkwürdiger Tag. Heute ist der Tag im Jahr, an den man mehr an vergangendes erinnert wird als einem lieb ist. Jedes Jahr ist es gleich, jedes Jahr sage ich mir, das ich das Datum endlich mal vergessen könnte. Jedes Jahr klappt es nicht. Wie jedes Jahr hab ich auch net das Bedürfnis näher darüber zu reden, dafür sind dann doch noch net genug Jahre vergangen.

Es gibt Momente im Leben, in denen die Welt stehen zu bleiben scheint. Zumindestens für Dich. Alle Anderem leben weiter, unbekümmert und nichtsahnend. Eigentlich ist das auch gutso… nur manchmal hegt man genau deswegen tiefe, innere Agressionen. Es entwickelt sich ein Neidgefühl den Anderen gegenüber. Warum ist nur meine welt stehen geblieben. Im gleichen Moment, während diesem Gedanken, hasst du dich dafür, dass du dir das gerad gewünscht/gedacht hast.

Deren welt soll sich weiter drehen, auch wenn meine heute vor einigen Jahren stehen geblieben ist.

fertig