Angst
Heute, um 21:28 Uhr (Gedanken)
oh man…eigentlich bin ich kein ängstlicher Mensch, zumindstens war ich es vor Emmas Geburt nie. Mein Leben davor hat mich hart gemacht.
Aber jetzt jagt mir alles total angst ein. die ersten wochen zuHause nach emmas geburt bin ich ständig an ihr Bettchen gerannt, in der Panik dass sie mal wieder unterkült ist und ich es nicht merke, ich hab mir irgendwelche Horrorvorstellungen ausgemalt, plötzlicher kindstod und so. Ich hatte wahnsinnige angst vor der verantwortung, sdie als alleinerziehende hauptsächlich bei mir liegen würde… Das legte sich dann aber irgendwann und wir sind ein super Frauenteam geworden.
Jetzt ist es ähnlich, seit Emmas Fieberkrampf schlafe ich viel leichter… die letzten Zwei Nächte (es ist ja total warm hier) bin ich wieder ständig an ihrBettchen gerannt, in der panik dass sie überhitzt, dadurch Fieber bekommt und wieder krampft, blau anläuft, nicht atmet… und ich es einfavch nicht Mitbekomme—> Horror. wenn ich an ihre nächste Impfung denke, wird mir jetzt schon ganz anders… Ich will so etwas wirklich nie wieder erleben müssen und schongar nicht nachts wenn die gefahr besteht ich bekomme es nicht mit. Als Linchen ihren Krampfanfall hatte, habe ich gar nichts außer Panik gespürt, ich war noch nie, wirklich nie in meinem Leben so hystherisch und gleichzeitig hilflos. Ich hab noch nie so rumgebrüllt, bis der notarzt kam, hab ich ihr nur immer wieder zu emma gesagt, dass sie mich hier nicht alleine lassen soll…
als der Krankenwagen da war, fiel zumindestens der druck der verantwortung von mir ab und ich hab nur noch geheult. Keiner war da, nur diese Sanitäter und zwei (!!) Notärzte. ich habv mich noch nie so allein gefühlt, echt nicht…
das ganze ist jetzt knapp zwei wochen her, emma hat inzwischen auch wieder etwas zugenommen, es geht ihr bestens, aber die angst bleibt. ich traue mich schon gar nicht mehr darüber zureden, da mir eh nur alle erzählen dass das bestimmt nicht mehr vorkommt. ich komme gasr nicht mehr dazu darüber zu reden. Ich liege jeden abend im bett und danke gott dafür dass ich emma haben darf… Als es ihr schlecht ging, war nicht allein mit der situation (danke nochmal), inzwischen kann ich aber wirklich nicht mehr darüber reden, weil ich wirklich nur höre, “das passiert nicht wieder, das ist harmlos” Kaum etwas schwirrt in meinem kopf gerad mehr rum als der gedanke, dass es eben dochwieder passieren kann….aber egal, ich lass es jetzt und klär das mit mir. allein, dasgeht eh am einfachsten.
Aber auch die Zweifel an meiner Zukunft bleiben. ich habe vorgestern die Jobzusage bekommen, der Job schlechthin, den den ich wollte. trotz einer ewiglangen suche ist noch immer keine tagesmutter in sicht, die zeit rennt mir weg. Darüber kann ich auch nicht reden, ich höre dann nur von allen “ach das wird schon” oder “dann bring sie halt in ne Kita”. ich fühle mich da überhaupt nicht ernstgenommen, das Gespräch ist dann meist damit beendet. so fragen wie “was ist wenn ich doch keine finde”, darauf gehtNiemand ein… auch die tatsache dass für emma keine kita in frage kommt wird ständig hinterfragt. Ich weiß doch was ich mache, ich habs mir ewig überlegt und abgewogen. Ich hab meine gründe warum ich das für sie nicht möchte. respektiert wird das nicht. wenn ich sie schon tagsüber aus der Hand gebe, dann will ich schließlich auch ein gutes Gefühk dabei haben.
Irgendwie hab ich immer das Gefühl, dass es andere nicht interessiert oder sie es besser wissen wollen. das fing ja scvhon vor ihrer geburt an, als ich mir einige nette sätze zum thema Kaiserschnitt anhören durfte. Unterstützung war das damals auch nicht.
in privaten dingen…ich weiß auch nicht…ich kann nicht so wie ich gern würde…
Ich weiß nicht, vieleicht sehe ich auch gerad einfach alles schwarz, weil ich in kaum einer hinsicht weiß, wie es weitergeht, was die zukunft bringt.Ich bin einfach zu kompliziert, glaub ich…




